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Net(t)zwerken - Gewinnen die guten Typen am Ende doch?

Matthias Klopp© Matthias Klopp hat gleich nach dem Studium im Wohnzimmer seine erste Firma gegründet und veröffentlicht seit 2000 hier seine Erfahrungen und Tipps, um anderen Gründern und Unternehmern den Start zu erleichtern.

Was Nettsein mit Netzwerken zu tun hat und warum ein gutes Netzwerk mehr ist als nur gesammelte Kontakte

Erinnerst Du Dich noch daran, als Dich das letzte Mal jemand um einen Gefallen gebeten hat und Du hast abgesagt, weil Du meintest, keine Zeit dafür zu haben?

Stell Dir mal vor, dieser jemand kennt zufällig einen Investor, der auf seinem Geld sitzt und nur darauf wartet, Millionen in gute Geschäftsideen zu investieren.

Vielleicht solltest Du Deine Einstellung zu Gefallen doch nochmal überdenken?

Denn Nettigkeit zahlt sich aus, behauptet der US-Psychologe Adam Grant, der erforscht, warum Geben erfolgreicher ist als Nehmen. In einem Spiegel-Artikel führt er Adam Rifkin als Paradebeispiel an, der es als "guter Typ" zum erfolgreichen Software-Unternehmer gebracht hat. Konkret hat Rifkin noch als Student eine Website für Punkbands programmiert, was fünf Jahre später zu einem Kontakt zu einem Investor führte und wohl der Startschuß für seine Unternehmerkarriere war.

Grant meint, wer anderen hilft, hilft sich am Ende auch selbst. Ich gebe ihm grundsätzlich Recht, wenn Du dabei einige Regeln beachtest. Auch Adam Rifkin scheint nicht den ganzen Tag damit zu verbringen, anderen Gefallen zu tun und lässt sich heute von folgender Regel leiten:

1. Gute-Typen-Regel:
"Du solltest helfen, wenn es dich nur fünf Minuten kostet. Egal wem."

Er hat also seine Methode verfeinert. Denn die Programmierung der Website für die Punkband hat damals garantiert länger als fünf Minuten gedauert. Vielleicht sollten wir deshalb eine 2. Regel hinzufügen:

2. Gute-Typen-Regel:
"Wenn Du jemandem einen richtig großen Gefallen tust, dann sollte zu erkennen sein, dass es sich auch für Dich auf irgendeine Weise lohnen kann."

Adam Rifkin hat eine Website programmiert, die von Fans von Punkbands genutzt und gesehen wurde. So hatte er ein sichtbares Referenzprojekt und über die Website Kontakt zu anderen. Damals hat er das wahrscheinlich nur getan, weil er Spaß daran hatte, ohne diese 2. Regel im Hinterkopf. Aber heute hat er ganz sicher nicht mehr die Zeit, anderen ständig "große" Gefallen zu tun und wird sich ebenfalls gut überlegen, ob es sich für ihn lohnt. Wobei "Spaß haben" oder einfach ein gutes Gefühl allein schon ein guter Lohn sein können.

Vielleicht sollten wir auch noch eine 3. Regel hinzufügen:

3. Gute-Typen-Regel:
"Wenn Du das Gefühl hast, jemand will Dich einfach nur ausnutzen, dann laß es besser sein."

Es gibt Menschen, die konzentrieren sich allein auf das "Nehmen" und lassen das "Geben" einfach weg. Wer solchen Menschen einen Gefallen tut, tut sich selbst keinen.


Ich glaube, diese drei Gute-Typen-Regeln sind ein guter Leitfaden, damit sich das Nettsein auch auszahlen und ein Net(t)zwerk entstehen kann, in dem Du nicht von den "bösen" Typen ausgenutzt wirst. Natürlich gibt es im Unternehmerleben Phasen, in denen kaum Zeit für Gefallen zu bleiben scheint. Der Punkt ist eher: Wenn Du gerade die Zeit hast und jemandem in einigen Minuten helfen kannst, warum nicht?

Grabe Deinen Brunnen bevor Du durstig bist

Und ich glaube auch daran, dass es sich - neben dem guten Gefühl, jemandem geholfen zu haben - langfristig tatsächlich auszahlt anderen weiterzuhelfen. Gerade als Unternehmer werden die Tage kommen, an denen auch Du die Hilfe von anderen brauchst. Wie oft brauche ich schnell eine Information oder einen Rat von einem "Experten" (Informationen, die mir schnell Hunderte bis Tausende Euro ersparen können - sei es, dass ich eine Produktempfehlung bekomme, einen guten Dienstleister, teure Fehler vermeide etc.). Dann kommt es einfach nicht so gut an, wenn Du Dich erst in dem Moment an jemanden wendest, wenn DU etwas von ihm willst. Der amerikanische Unternehmer Harvey Mackay hat dazu einmal ein gutes Buch geschrieben, das einen treffenden Titel trägt: 'Grabe Deinen Brunnen bevor Du durstig bist' (im Original: "Dig Your Well Before You're Thirsty").

Es ist doch ganz einfach: Stell Dir vor, zwei Menschen bitten Dich im einen Gefallen, aber Du hast nur Zeit für einen. Der eine hat Dir in der Vergangenheit auch schon mal geholfen, der andere nicht. Welchem von beiden würdest Du jetzt wohl einen Gefallen tun?

So gewinnen die guten Typen doch. Wer weiß, wie viele Millionäre Dir in fünf Jahren direkt oder indirekt einen Gefallen schulden - und Du sie brauchst?!

Wie gehst Du denn mit Gefallen um? Was ist Dein persönlicher Tipp, wenn es um echte, hilfreiche Netzwerke geht?


(Dieser Artikel stammt aus meinem Gründer-Newsletter vom 18. Oktober 2013. Nicht alle Newsletter veröffentliche ich hier auf der Website. Wer keine Tipps und Sonderangebote verpassen möchte, sollte meinen Gründer-Newsletter abonnieren - garantiert kostenlos und persönlich geschrieben.)

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Quelle: Gruenderland.de
http://www.gruenderland.de/unternehmensaufbau/hilfreiches-netzwerk-aufbauen.html
© Matthias Klopp. Alle Rechte vorbehalten.

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