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Star Trek, Griechenland & Plan B

Matthias Klopp© Matthias Klopp hat gleich nach dem Studium im Wohnzimmer seine erste Firma gegründet und veröffentlicht seit 2000 hier seine Erfahrungen und Tipps, um anderen Gründern und Unternehmern den Start zu erleichtern.
Was Sie als Unternehmer von Captain Kirk und den Griechen über Reichtum aus profitablen Gelegenheiten und Plan B lernen können

von Matthias Klopp


Kennen Sie noch William Shatner, den Darsteller des legendären Captain Kirk aus der Serie Star Trek (oder zu deutsch "Raumschiff Enterprise")?

William Shatner ist durch die Kultserie zum Weltstar geworden, aber reich hat es ihn wohl nicht gemacht. Er soll nach dem Ende der Dreharbeiten in einem Wohnwagen gewohnt haben. Heute wird sein Vermögen allerdings auf 600 Millionen Dollar geschätzt.

Wie hat er das nur gemacht?!

Wie ich gerade in einem Artikel auf spiegel.de gelesen habe, soll er sein Vermögen als Werbeikone für Priceline.com gemacht haben:

"Seit 1997 leiht der Schauspieler der Internet-Reisebörse sein Konterfei und seine Stimme. Damals sei er an der Firma beteiligt worden - was sich rentiert haben soll. Dem Blatt zufolge waren die Aktien des Unternehmens nach dem Platzen der Börsenblase im Jahr 2000 nur noch 1,80 Dollar wert, liegen inzwischen aber bei 300 Dollar. Zwar sei nicht bekannt, wie viele Anteile Shatner halte oder wie viel Geld er für die Werbung bekomme, aber Gerüchten an der Wall Street zufolge werde sein Vermögen auf rund 600 Millionen Dollar geschätzt, so die 'Times'." (Quelle: Spiegel.de)

Und zur aktuellen Griechenlandkrise habe ich kürzlich einen erstaunlichen Satz von einem Griechen gehört (im TV oder im Internet gelesen, ich weiß es leider nicht mehr genau). Dieser Grieche hat in einem Interwiew auf die Frage, wie die Griechen mit der Krise umgehen, sinngemäß geantwortet: "Wenn es ganz schlimm kommt, ziehen die Griechen einfach zurück in ihrer Häuser auf dem Land und versorgen sich von ihren Gärten und ihrem Land selbst."

Ich möchte hier jetzt keinen Kommentar zur aktuellen Griechenlandkrise abgeben, mir geht es in diesem Artikel um etwas ganz anderes:

William Shatner wäre sicher gerne auch als Schauspieler der Serie Raumschiff Enterprise ein vermögender Mann geworden und auch die Griechen hätten sich diese Krise sicher gerne erspart. Aber nicht immer läuft es wie geplant, nicht immer funktioniert der "Plan A". Was brauchen wir für diesen Fall?

Richtig, wir brauchen einen Plan B. Falls es schief geht.

Plan B hat für mich hier zwei Bedeutungen:

1. Nicht alles auf eine Karte zu setzen und Gelegenheiten zu erkennen.

Ein englisches Sprichwort sagt: "Don't put all your eggs in one basket." - "Lege nicht alle Eier in einen Korb." Als Unternehmer wissen wir vorher nicht, welche Idee und welche Unternehmung uns den Durchbruch, den Erfolg und das Geld bringen wird. Deshalb sollten wir auf mehrere Ideen setzen. Das können unsere eigenen Geschäftsideen sein oder wie im Fall von Wiliam Shatner auch die Geschäftsidee eines anderen.

Unternehmer zu sein heißt vor allem auch, Gelegenheiten zu erkennen und zu nutzen. Im Fall von William Shatner hat er auf ein festes Honorar verzichtet und sich stattdessen mit Aktien bezahlen lassen. Das war natürlich auf der einen Seite riskant. Wäre die Firma Pleite gegangen, wären seine Anteile wertlos geworden und er hätte für umsonst gearbeitet. Im Erfolgsfall wäre er aber ein reicher Mann geworden. Genau das ist offensichtlich passiert. Sein eigenes Risiko bestand lediglich in seiner Arbeitszeit als Schauspieler, die er investiert hat. Ein relativ geringes Risiko stand einer Chance auf einer sehr hohen Gewinn gegenüber. Das sind Gelegenheiten, nach denen Sie als Unternehmer Ausschau halten sollten.

Das können manche von Ihnen vielleicht sogar 1 zu 1 auf sich selbst übertragen: Wenn ein Gründer Ihre Leistungen oder Produkte haben möchte, diese aber nicht bezahlen kann, ist auch eine Beteiligung denkbar. Ich weiß, dass es auch große Werbeagenturen, Produktdesignfirmen und Unternehmensberatungen gibt, die ihren Service gegen Unternehmensbeteiligungen eintauschen. Auch wenn Sie das so nicht für sich anwenden können, sollten Sie als Unternehmer immer nach profitablen Chancen die Augen offen halten.


2. Für den schlimmsten Fall vorsorgen:

Der schlimmste Fall kann immer eintreten: Meine Firma geht Pleite. Es spielt dabei keine Rolle, ob es unsere eigene Schuld ist oder die von anderen. Die entscheidende Frage lautet: Habe ich einen Notfallplan?

In Deutschland muss niemand verhungern, selbst wenn alles schiefgeht. Es schläft sich aber tatsächlich besser, wenn man einen guten und durchdachten Plan B hat, der hoffentlich etwas komfortabler als Hartz 4 ist. Was mache ich, wenn meine Firma kein Erfolg wird? Wovon lebe ich im schlimmsten Fall? Wie mache ich danach weiter?

Einen Notfallplan zu haben, reduziert den Stress in schwierigen Zeiten erheblich, weil es einem die Angst vor dem unbekannten schwarzen Loch, dem großen, unbekannten Nichts nimmt. Ein Haus auf dem Land mit einem große Garten ist da natürlich auch eine Option ;-)

>> Hier finden Sie weitere Tipps zur Krisenmanagement und zur Risikovorsorge für Unternehmer

Viele profitable Gelegenheiten und gute Pläne wünscht Ihnen

Matthias Klopp

P.S.: Noch ein Hinweis: Auf mehrere Ideen zu setzen, soll natürlich nicht heißen, dass Sie sich verzetteln sollen. Sie müssen es schon so anstellen, dass es richtig läuft, Ausdauer haben und nicht einfach von einer Idee zur nächsten springen, wenn es nicht gleich klappt. Ideen sind in den seltensten Fällen sofort erfolgreich. Durchhaltevermögen ist daher fast immer gefragt.

(Dieser Artikel stammt aus meinem Gründer-Newsletter vom 10. Mai 2010)

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Quelle: Gruenderland.de
http://www.gruenderland.de/unternehmensaufbau/plan-b.html
© Matthias Klopp. Alle Rechte vorbehalten.

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