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Wie kommt mein Unternehmen in die Presse & in die Medien?

Matthias Klopp© Matthias Klopp hat gleich nach dem Studium im Wohnzimmer seine erste Firma gegründet und veröffentlicht seit 2000 hier seine Erfahrungen und Tipps, um anderen Gründern und Unternehmern den Start zu erleichtern.
PR eignet sich besonders für Gründer & (Klein-)Unternehmer, um sich einen Namen zu machen & Kunden zu gewinnen - wenn Sie wissen wie's geht

von Matthias Klopp


Wie gefällt Ihnen der Gedanke, Ihren eigenen Namen und den Namen Ihrer Firma in der Zeitung zu lesen oder sogar sich selbst im Fernsehen zu sehen?

Für viele Gründer ist das sicher eine faszinierende Vorstellung à la "Guckt mal, ich steh in der Zeitung!" oder noch besser: "Ich bin im Fernsehen!". Neben dem positiven Effekt für's eigene Ego hat die Werbung durch Pressearbeit bzw. Public Relations aber noch weitere besondere Vorteile für Sie als Unternehmer:
  1. PR ist relativ günstig: Sie müssen eine Pressemitteilung schreiben und sich um die Pressekontakte und -anfragen kümmern. Vielleicht haben Sie auch noch Kosten für Ihre PR-Aktion. Aber in der Regel müssten Sie ein vielfaches dieser Kosten investieren, um mit Anzeigen und Werbespots diesselbe Aufmerksamkeit und Reichweite zu schaffen. PR kann sich auch das kleinste Unternehmen mit minimalem Werbebudget leisten.

  2. Presse und Medien sind glaubwürdig: Wir messen Medienberichten automatisch eine hohe Glaubwürdigkeit bei. Was in der Zeitung steht, was im Radio gesagt wird und was im Fernsehen berichtet wird, muss stimmen (dabei sind Journalisten auch nur Menschen und natürlich stimmt gerade nicht alles, was in der Zeitung steht, aber das ist ein anderes Thema). Die Menschen glauben einfach eher jemand anderem, der über Sie und Ihr Unternehmen berichtet, als wenn Sie selbst exakt denselben Text als Werbeanzeige schalten würden. Wenn die Medien über Ihr Unternehmen berichtet haben, dann werden Ihnen die Menschen auch eher vertrauen. Über wen berichtet wird, der hat es "geschafft". Das kann Ihnen viel Überzeugungsarbeit und mühsames "Verkaufen" ersparen. Es war für mich immer viel leichter, den Kunden meinen Service zu verkaufen, die bereits aus der Presse über meine Ideenagentur erfahren hatten. Denn die Zeitungsartikel hatten mich schon als vertrauenswürdigen Anbieter "vorverkauft".

  3. PR kann sehr viele potentielle Kunden erreichen: Es kommt natürlich darauf an, in welchen Medien über Sie berichtet wird, aber wenn Sie in den Medien auftauchen, dann werden Sie auch von vielen potentiellen Kunden wahrgenommen. Je nachdem, was Ihre Zielgruppe ist, kann es sinnvoll sein, bei der Pressearbeit zwischen Massenmedien und "Fachmedien" bzw. zielgruppenspezifischen Medien zu unterscheiden. In jedem Fall werden die redaktionellen Beiträge in der Regel öfter gesehen als die Werbeanzeigen.

Wie komme ich denn nun in die Medien? Wie schaffe ich es, dass über meine Geschäftsidee und mein Unternehmen berichtet wird?

Zunächst einmal müssen Sie verstehen, wie die Medien eigentlich funktionieren. Warum berichten die Medien überhaupt über irgendwas? Was interessiert die Journalisten eigentlich?

Gehen wir erstmal einen Schritt zurück: Wer genau verbirgt sich hinter dem allgemeinen Begriff "Medien"? Die Medien, das sind Verlage, die Zeitungen und Zeitschriften drucken, und Fernseh- bzw. Radiosender, die ihre Sendungen produzieren und ein Programm ausstrahlen. Dabei gibt es private und auch einige öffentliche Medien. Die privaten leben komplett von der Werbung, die bei ihnen geschaltet wird, die öffentlich-rechtlichen Anstalten finanzieren sich aus den GEZ-Gebühren und anderen öffentlichen Geldern. Alle Verlage und Sendeanstalten haben aber eins gemeinsam: Sie arbeiten für ein Publikum. Daher berichten sie über das, von dem sie annehmen, dass es ihre Leser, Hörer und Zuschauer interessiert.


Nur, was eine Nachricht wert ist, kann auch eine Nachricht werden

Wenn Sie also mit Ihre Pressemitteilung das Interesse der Journalisten und Redakteure wecken wollen, dann bieten Sie ihnen etwas, das für deren Leser, Hörer und Zuschauer auch wirklich interessant ist. Es ist also nicht damit getan, eine Pressemitteilung rauszuschicken, in der Sie mitteilen, dass Sie, Karl-Heinz Gründer, nun endlich die Werbeagentur "Textefix" oder das Softwareunternehmen "Codator" gegründet haben. Das interessiert zwar Ihre Eltern sicher sehr, aber ansonsten erstmal keine Sau (Entschuldigung...). Sie können gar nicht so schnell gucken, wie Ihr schöner Pressetext im Papierkorb landet.

Sie müssen den Journalisten schon etwas bieten, das auch berichtenswert ist. Etwas interessantes, etwas ungewöhnliches oder etwas neues. Beobachten Sie sich einmal selbst, wenn Sie die Zeitung lesen oder eine Nachrichtenseite im Internet aufrufen. Welche Schlagzeilen und welche Bilder erregen Ihre Aufmerksamkeit? Wo bleibt Ihr Blick hängen, welche Nachrichten lesen Sie weiter? Denn denken Sie daran: Ihre Geschichte muss genauso interessant sein, wenn sie es auch in die Medien schaffen wollen.

Die erste Pressemitteilung meines Lebens sollte unseren Ideenwettbewerb "Knack die Nuss!" bekannt machen. Die Überschrift meiner Pressemitteilung lautete "Tofu aus Hundekot?". Eine ziemlich appetitliche Vorstellung, oder? Auf jeden Fall haben einige Journalisten offensichtlich weitergelesen und wir hatten im Berliner Raum fast mehr Presseartikel als Teilnehmer am Wettbewerb. Heute würde ich die Aktion wahrscheinlich anders angehen, aber die wichtigsten Zutaten haben gestimmt: Eine Schlagzeile, die Aufmerksamkeit erregt und eine Aktion (der Ideenwettbewerb, bei dem man etwas gewinnen konnte), die für die Leser interessant war.


Welche Geschäftsideen kommen in die Medien?
Nur die ungewöhnlichen...


Grundsätzlich gibt es zwei Wege, wie Sie es schaffen, dass Ihr Unternehmen eine Nachricht wert ist: Entweder führen Sie eine ungewöhnliche Aktion durch - wie z.B. einen Wettbewerb - oder Sie machen schon Ihre Geschäftsidee selbst so ungewöhnlich, dass die Medien darüber berichten wollen. Gerade der letzte Weg hat einige Vorteile. Wenn Ihre Geschäftsidee selbst schon so ungewöhnlich ist, dass die Medien darüber berichten, dann bekommen Sie automatisch viel mehr Aufmerksamkeit und es wird Ihnen viel leichter fallen Kunden zu gewinnen.


Ungewöhnliche Restaurants, über die weltweit berichtet wurde

Damit Sie eine Vorstellung davon bekommen, wie solche Geschäftsideen aussehen können, habe ich Ihnen hier einmal Beispiele von ungewöhnlichen Restaurants zusammengestellt, die es zu weltweiter Medienpräsenz gebracht haben.


Das Ninja-Restaurant in New York

Hervorragenden Service und feinste japanische Küche bieten einige andere Restaurants sicher auch. Aber wieviele Restaurants befinden sich in einem Keller mitten in New York, in dem sich ein komplettes Ninja-Dorf befindet? Das Restaurant ist originalgetreu gebaut und ausgestattet wie ein Dorf der berüchtigten japanischen Kriegerspione aus dem Mittelalter, den Ninjas. In welchem Restaurant werden Sie dann auch noch von Obern bedient, die gleichzeitig in den Kamptechniken der Ninjas ausgebildet sind?



Weitere Infos:
http://www.ninjanewyork.com/


Ithaa - das erste Unterwasser-Restaurant der Welt

Restaurants mit Aquarien gibt es viele, aber wieviele Restaurants liegen unter einer Plexiglaskuppel IM tropischen Meer? Das Ithaa bietet feinste Speisen in einem kleinen Restaurant 5 Meter unterhalb des Meeresspiegels, umgeben von der tropischen Fischwelt der Malediven.



Weitere Infos:
http://conradhotels1.hilton.com/en/ch/hotels/dining.do?ctyhocn=MLEHICI&id=DIN2
http://en.wikipedia.org/wiki/Ithaa


The Big Texan Steak Ranch

Die Big Texan Steak Ranch ist vor allem berühmt für ihr "FREE 72oz STEAK DINNER": Wer es schafft, ein 2 kg Steak in unter 60 Minuten zu essen, der muss nichts bezahlen. Sonst kostet dieses Riesensteak 72 USD. 10.000e aus aller Welt sind nach Amerillo gekommen, um sich an dieser Portion zu versuchen und in die Welt der Cowboys einzutauchen.



Weitere Infos:
http://www.bigtexan.com/


Dinner in the Sky

Können Sie sich vorstellen 50 Meter über dem Boden schwebend zu essen? Das Eventrestaurant "Dinner in the Sky" macht es möglich. Sie werden auf Sitzen festgeschnallt, die direkt an einer Plattform befestigt sind, die auch den Tisch bildet. Vor Ihnen ist die Bedienung und das Essen, aber hinter und unten Ihnen ist nichts als Luft. Sicher nichts für Menschen mit einem nervösen Magen.



Weitere Infos:
http://www.dinnerinthesky.com/



Eine kleine Testfrage:

Welches Restaurant hatte wohl die geringsten Kosten, um in die Medien zu kommen?

Wer die Antwort weiß, wird merken, dass es nicht immer die Geschäftsidee selbst sein muss, die es in die Medien schafft. Andererseits hat eine Geschäftsidee, die selbst so außergewöhnlich angelegt ist, dass über sie berichtet wird und die Leute über sie reden, ihr Marketing quasi schon mit in die Geschäftsidee eingebaut. Ein großer Vorteil, über den Sie bei der Entwicklung Ihrer eigenen Geschäftsidee nachdenken sollten.


TIPP: Ihnen ist wahrscheinlich auch aufgefallen, dass diese Restaurants oft die ersten ihrer Art waren. Das erste Ninja-Restaurant in den USA, das erste Unterwasser-Restaurant, das erste Restaurant in der Luft. Der erste seine Art zu sein, etwas anzubieten, was es so noch nicht gibt, ist immer ein guter Ansatz für eine Geschichte, über die die Medien dann auch gerne berichten.

TIPP: Der britische Unternehmer und Milliardär Richard Branson setzt PR ganz gezielt ein, um Werbung für seine neuen Unternehmungen zu machen. Wenn Sie ein bisschen nach ihm recherchieren, werden Sie sich auch einige Inspirationen für eigene PR-Aktionen finden. Von der Panzerfahrt durch New York bis zur Ballonreise um die Welt haben sich Branson und seine PR-Fachleute so einiges einfallen lassen.



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Quelle: Gruenderland.de
http://www.gruenderland.de/marketing/wie-kommt-mein-unternehmen-in-presse-und-medien.html
© Matthias Klopp. Alle Rechte vorbehalten.

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